Berichte

          

Der neue Kirchenmusiker: Bernd Liffers           Bernd Liffers

 

HK: Guten Tag, Herr Liffers, und herzlich willkommen in unserer Gemeinde! Wir freuen uns, dass Sie Frau Brüchner in ihrer Elternzeit vertreten.

Wir sind neugierig: können Sie sich bitte einmal beschreiben?

 

BL: Ich bin Kirchenmusiker seit ewigen Zeiten. Mir fällt es immer schwer, mich selbst zu beschreiben. Am besten, Sie kommen mal zum Chor, Gospelchor oder in den Gottesdienst in unseren Kirchen oder auch zu den Konzerten.

 

HK: Sie kennen Uerdingen schon lange. Woher? Und was gefällt Ihnen hier am besten?

 

BL: Ich bin hier geboren. Meine Eltern wohnen noch hier, und ich habe hier noch mein „Kinderzimmer“, das jetzt aber eher ein Büro mit Schlafgelegenheit ist. Was mir am besten gefällt an Uerdingen? Manchmal der Geruch der Industrie von früher. Aber vor allem der Rhein.

 

HK: Wir haben ja schon einiges an Musik von Ihnen gehört, bei der öffentlichen Vorstellung und in den ersten Monaten Ihrer Tätigkeit. Haben Sie eine Lieblingsmusikrichtung?

 

BL: Also grundsätzlich mag ich jede gute Musik, ob es nun sogenannte E-Musik oder U-Musik ist. Ich mache da keinen Unterschied. Es gibt so wunderbare Gospel, aber auch so wunderbare Musik aus dem Mittelalter: denken Sie an Hildegard von Bingen. Auf der Orgel liebe ich die Norddeutschen Barockkomponisten wie Buxtehude oder Sweelinck aus Amsterdam.

 

HK: Spielen Sie noch andere Instrumente außer Orgel und Klavier?

 

BL: An der Blockflöte bin ich gescheitert :-)) Nein im Ernst: Ich habe noch Cembalo studiert. Nun meinen die Leute ja immer: das ist doch alles gleich. Ja gut, die Tasten sind die gleichen, aber man braucht auf der Orgel natürlich eine andere Technik als auf dem Klavier oder Cembalo. Selbst die Orgeln sind so unterschiedlich, dass man anders darauf spielen muss. Wenn ich in Spanien eine Barockorgel spiele, muss ich damit anders umgehen als mit einer französischen romantischen Orgel. Es ist wie bei den Menschen: Man muss zuhören und sich auf das Gegenüber einlassen.

 

HK: Sie haben vielleicht schon Pläne für die Kirchenmusik in nächster Zeit. Worauf dürfen wir uns freuen?

 

BL: Hier im Gemeindebrief steht ja schon einiges. Ich würde mir wünschen, dass noch viele Menschen hier in der Gemeinde ihre Stimme entdecken und zu den Chören kommen, sei es zu der Chorgemeinde Uerdingen, den Rhein Voices, zum Kinderchor oder dem Seniorenchor in Linn. Wer Interesse hat, kann sich gerne bei mir melden. Vielleicht zum Schluss noch ein Satz von John Cage, der für mich die Voraussetzung fürs Musik-machen und -hören ist: „Happy new ears“!

HK: Danke schön! Und viel Erfolg!

  

 
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