Linn

Johanneskirche

 

Johanneskirche

 

Fassadenansicht

Posaunenengel

 

Posaunenengel

 

 

 

Die Johanneskirche an der Ostpreußenstraße 6 in Linn ist der Gottesdienstort für den Bezirk Linn/Gellep-Stratum.

 

 

Johanneskirche

 

In der Johanneskirche Linn feiern die Protestanten der Stadtteile Linn und Gellep-Stratum regelmäßig Gottesdienst. Auch eine Schulgemeinde ist hier zu Hause. Monatlich finden sich die Kinder der Johansen-Grundschule ein.

Im Raum hinter der Kirche bereiten sich Jugendliche auf ihre Konfirmation vor. Die älteren Gemeindeglieder und ihre Gäste singen hier gemeinsam oder treffen sich zum Seniorenkreis. Ein ökumenischer Bibelkreis ist hier genauso anzutreffen wie ein Handarbeitskreis. Und der Besuchsdienstkreis verabredet die Geburtstagsbesuche bei älteren Gemeindegliedern.

Die Gestaltung

Die Kirche bietet nur etwa 100 Personen Platz, aber genau dadurch wirkt sie überschaubar, fast familiär. Durch die hellen Wände, das hohe Dach und die großen Buntglasfenster ist die Atmosphäre freundlich und einladend. Sie hat einen schönen Raumklang; dadurch macht es große Freude, dort zu singen und zu musizieren und anderen zuzuhören. Kammerkonzerte haben hier schon eine kleine Tradition.

Das große Holzkreuz weist uns auf den gekreuzigten und auferstandenen Herrn der Kirche, den wir durch seinen Heiligen Geist gegenwärtig wissen. Die Pfeile nach oben und unten in den Fensterkreuzen weisen uns auf Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat. Gleichzeitig werden wir so daran erinnert, dass Gott uns Menschen zu einer lebendigen Beziehung mit ihm einlädt.

Einen besonderen Platz nimmt eine beleuchtete Vitrine mit Buntglasfenstern ein. Diese Fenster wurden entworfen von dem Architekten Carsten A. Schubert, der für uns das Gemeindehaus in Stratum geplant und gebaut hat. Hier konnte man sie in den ersten Jahren im Gottesdienstraum sehen. Da dieses Gebäude jetzt andere Nutzungen erfährt, haben wir die Fenster in die Johanneskirche geholt.

Die Symbole, die hier verwendet wurden, haben alle Bezüge zu den Gegebenheiten in der Gemeinde: Das Kreuz im linken Fenster steht für das Bekenntnis zu dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus. In beiden Fenstern sind die Farbe Blau und Wellenlinien vorherrschend, darüber ein grünes Band, das Bäume darstellt. Gemeint sind die „Bäume, gepflanzt an Wasserbächen“ aus Psalm 1, die das Leben derer symbolisieren, die sich an Gott und sein Gebot halten. Der Psalm 1 ist dem  Siegel und dem Logo der Gemeinde zugrunde gelegt. Im rechten Fenster ist eine Vision aus der Offenbarung an Johannes dargestellt, das Himmlische Jerusalem, das in Kapitel 21 und 22 der Offenbarung als wunderschöne Beschreibung des Heils, der Geborgenheit und Fülle in Gottes ewigem Reich aufgezeigt ist. Der Bezug ist hier die Namen der Kirchen der Gemeinde: Johanneskirche nach dem, der die Offenbarung empfängt und aufschreibt; Michaelskirche nach dem für die Kirche streitenden Erzengel Michael, von dem in der Offenbarung ebenfalls die Rede ist.

 

Die Orgel ist schon seit langem im Besitz der Gemeinde: zunächst stand sie – seit Mitte der 1960er Jahre - in der Kapelle des Michaelstiftes in Uerdingen, dem damaligen Altenheim der Gemeinde. Als dieses Gebäude einem Neubau weichen musste, wurde sie im Kirchraum des Gemeindehauses Lanker Straße in Gellep-Stratum gerne für den Gottesdienst gebraucht. Seit hier keine Gottesdienste mehr stattfinden, ersetzte sie ein kleines Positiv in der Johanneskirche in Linn. Hier kommt ihr wunderbar weicher Klang bis heute richtig zur Geltung.

Nutzung seit 2007

Die evangelische Gemeinde nutzt diese Kirche erst seit dem Sonntag „Quasimodogeniti“ (15.4.) 2007. „Wie die neugeborenen Kinder“ konnten die Gemeindeglieder sich damals jedoch noch nicht fühlen, denn an diesem Tag wurde zuerst der letzte Gottesdienst in der „alten“ Johanneskirche am Kohlplatzweg gefeiert und erst dann die neue Kirche an der Ostpreußenstraße mit der Feier des Heiligen Abendmahls in Dienst genommen.

Die Gebäude des alten Gemeindezentrums wiesen einen so hohen Sanierungsbedarf auf, dass die Gemeinde nicht mehr dafür aufkommen konnte. Ein glücklicher Umstand war es daher für die Gemeinde, die kleine Kirche der Neuapostolischen Kirche an der Ostpreußenstraße übernehmen zu können. Errichtet wurde sie 1971.

Leider konnten wir unseren Glockenturm nicht mitnehmen; die Kirche steht dafür zu nah an den nächsten Wohnhäusern. Aber der Posaunenengel, der auf dem Dach des Kirchturms befestigt war, „ruft“ uns in die Kirche an der Ostpreußenstraße, um dort auf Gottes Wort zu hören.

                                                                                                                      Heike Klute

 
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