Trauung

Infos im Internet

Die Seiten im Internet über Trauung, Hochzeit, wedding etc. sind kaum noch überschaubar. Oft steckt kommerzielles Interesse dahinter, aber häufig werden auch handfeste Informationen für die kirchliche Trauung gegeben. Als maßgeblich für unseren Bereich können Sie die Seite unserer Landeskirche ansehen: ekir.de, unter dem Stichwort Begleitung. Sehr hilfreich ist auch die Seite trauspruch.de der Evangelischen Kirche Deutschlands. Hier sind nicht nur passende Bibelverse aufgelistet (mit Erläuterungen), sondern auch hilfreiche Erklärungen rund um den Traugottesdienst. Daher können wir uns auf dieser Seite kurz fassen.

 

Erst Standesamt, dann Kirche!

Auch wenn staatlicherseits diese Reihenfolge aufgehoben worden ist, hält sich die Evangelische Kirche weiterhin daran. Der evangelischen (und ökumenischen) Trauung geht weiterhin die Eheschließung vor einem Standesbeamten voraus. Denn die kirchliche Trauung ist nach evangelischem Verständnis ein Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung. Die Ehe wird auf dem Standesamt gültig geschlossen; im Gottesdienst feiern wir vor Gott, dass dieses Paar zusammengefunden hat und sie ihren Lebensweg als Ehepaar gemeinsam gehen wollen. Wir bitten Gott um seinen Segen und hören auf seinen Zuspruch und Anspruch.

 

Daher ist es auch selbstverständlich, dass mindestens einer der beiden Brautleute Mitglied in der Evangelischen Kirche ist.

 

Ort und Zeit

Üblicherweise wird der Gottesdienst in einer Kirche gefeiert. In unserer Gemeinde stehen neben der Michaelskirche in Uerdingen und der Johanneskirche in Linn auch die Turmkapelle neben der Michaelskirche und das Gemeindehaus Lanker Straße in Gellep-Stratum zur Verfügung.

Als Glieder der Evangelischen Kirchengemeinde Uerdingen können Sie auch in den Kirchen anderer Gemeinden heiraten. Dann ist es aber Ihre Verpflichtungen, die Erlaubnis bei der anderen Gemeinde einzuholen. Meistens werden dann auch Gebühren fällig, die in der eigenen Gemeinde nicht anfallen.

Auch Glieder anderer Gemeinden können bei uns heiraten. Aber auch wir müssen dann die Kosten, die uns entstehen, an das Brautpaar weitergeben. Wenn auch einer unserer Pfarrer die Trauung durchführen soll, ist es unumgänglich, bei der eigenen Gemeinde ein sog. Dimissoriale (eine Art „Überweisungsschein“) zu erbitten und uns vorzulegen.

 

Es gibt Hochzeitstermine, die bei vielen Paaren beliebt sind. Daher ist es absolut notwendig, dass Sie sich frühzeitig an die Pfarrer wenden, um Ihren Trautermin festzulegen. Hier gilt wie so oft die Regel: Wer zuerst kommt, hat den Vorzug.

 

Gestaltung des Gottesdienstes

Wir legen großen Wert darauf, dass das Brautpaar sich mit der Gestaltung des Gottesdienstes auseinandersetzt. Nur so kann es wirklich „Ihre“ Trauung werden und nicht nur ein vorgegebenes Formular ablaufen. In mehreren Gesprächen werden die Pfarrer Ihnen erklären, wo Sie Gestaltungsmöglichkeiten haben, und mit Ihnen absprechen, wie Ihr Gottesdienst gestaltet werden soll. Sie merken schon: auch hier ist einiges an Zeit einzuplanen.

 

Die Gemeinde sorgt dafür, dass ein Organist den Gottesdienst musikalisch begleitet. Wenn Sie weitergehende Wünsche haben, müssen Sie selber Sänger bzw. Instrumentalisten oder einen Chor bestellen (und bezahlen). Rechtzeitige Absprachen mit dem Pfarrer, was die Inhalte angeht, vermeiden u.U. manchen Ärger. Denn ein „Ave Maria“ beispielsweise ist sicher sehr schön, aber in einem evangelischen Gottesdienst nicht angebracht.

 

Auch für Blumenschmuck müssen Sie selber sorgen.

Sollten Blumenkinder Sie auf Rosen wandeln lassen, bitten wir, das nur außerhalb der Kirchen zu tun. Die Unfallgefahr auf glattem Parkett (Johanneskirche) ist nicht zu unterschätzen, und der Steinboden in der Michaelskirche, in der Turmkapelle oder im Gemeindehaus Lanker Straße ist nur mit großem Aufwand wieder von zertretenen Blütenblättern zu reinigen.

 

Fotografieren und Filmen im Gottesdienst

Nach reichlich schlechten Erfahrungen mit ungeübten Fotografen, die die Trauung eher behindern und die Aufmerksamkeit stattdessen auf sich ziehen, hat das Presbyterium beschlossen, dass generell während eines Traugottesdienstes nicht gefilmt oder fotografiert werden darf. Nach dem Gottesdienst wird auch in der Kirche genügend Gelegenheit sein, Erinnerungsfotos aus verschiedensten Perspektiven zu machen! – Das gilt auch für Handys und andere Aufnahme-Medien!

 

Heike Klute

 
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