Konfirmation

Konfirmation heißt Bekräftigung und Bestätigung. Bekräftigt und bestärkt werden soll der Glaube der jungen Menschen. Bestätigen können sie die Gültigkeit ihrer Taufe in der Konfirmation.

 

Konfirmandenunterricht – wozu?

Zugegeben, manche Jugendliche haben in der Schule die Möglichkeit, an einem sehr guten Religions-, Philosophie- oder Ethikunterricht teilzunehmen. Andere haben diese Chance leider nicht. Im Konfirmandenunterricht beschäftigen wir uns (entsprechend dem Rahmenplan, der von der Landeskirche vorgegeben ist) mit Themen, die in diesen Schulfächern auch vorkommen. Bei uns geht es aber um einen speziellen Blickwinkel: Was sagt eigentlich die Evangelische Kirche dazu? Was glauben evangelische Christen, und was sind die Grundlagen für ein Leben als evangelischer Christ?

 

Darum beschäftigen wir uns mit Fragen wie „Was ist (evangelische) Kirche? Wer ist Gott, und wer sind wir Menschen? Wer ist Jesus Christus? Wozu Taufe? Was ist eigentlich das Abendmahl? Warum und wie beten? Nach welchen Regeln leben evangelische Christen? Gibt es ein Leben nach dem Tod?“. Der Konfirmandenunterricht dient dazu, die Grundlagen des evangelischen Glaubens kennen zu lernen und zu prüfen, ob es auch die eigenen Maßstäbe werden können. Um sich wirklich eine Meinung bilden zu können und da hineinzuwachsen, gehört es dazu, am Gottesdienst der Gemeinde teilzunehmen und auch an anderen Stellen „Kirche“ kennenzulernen.

 

Konfirmandenunterricht – wie und wo?

In unserer Gemeinde dauert der Konfirmandenunterricht ein Jahr und geht von April bis April (bzw. Mai). Eine Doppelstunde pro Woche in einer Gruppe ist der Normalfall; in den Schulferien haben wir auch frei. Manchmal treffen wir uns auch zu einem Seminar am Wochenende oder lernen auf einer größeren Fahrt Einrichtungen der Evangelischen Kirche kennen.

 

Zur Zeit gibt es auch eine Gruppe, die sich monatlich samstags trifft, dann allerdings für mehrere Stunden.

 

Regelmäßige Teilnahme ist Voraussetzung, ebenso wie häufiger Gottesdienstbesuch in unseren Kirchen oder Gemeindehäusern.

Der Unterricht findet in unseren Gemeindehäusern und im Raum über dem Gemeindebüro an der Michaelskirche statt. Das Angebot richtet sich nach der Anzahl der angemeldeten Jugendlichen.

 

Anmeldung

Evangelische Jugendliche, die 13 Jahre alt sind, werden schriftlich eingeladen, ebenso die Kinder evangelischer Eltern. Natürlich können auch Jugendliche teilnehmen, die noch nicht getauft sind. Dann tritt die Taufe an die Stelle der Konfirmation.

 

Die Tücke der Technik quält uns beim kirchlichen Meldewesen so manches Mal. Wenn jemand also keine Einladung erhält, ist das keine Ausladung, sondern unser Computer gibt die entsprechenden Namen und Adressen einfach nicht her. Darum veröffentlichen wir die Anmeldetermine auch in unserem Gemeindebrief.

 

Konfirmandenunterricht auch für Erwachsene?

Auch das ist möglich. Sprechen Sie einfach die Pfarrer an. Natürlich müssen Sie nicht mit den Jugendlichen „die Schulbank drücken“. Es kommt auf Ihren Informationsbedarf an, wie und in welchem Umfang ein Unterricht für Sie angeboten werden kann. Die Konfirmation kann jedenfalls in jedem Alter nachgeholt werden.

 

Konfirmation – wozu?

Als kleine Kinder getaufte Menschen sind Glieder der Kirche. Die Konfirmation verleiht ihnen Rechte, die sie vorher nicht hatten, z.B.:

  • Die Teilnahme am Heiligen Abendmahl.
  • Die Möglichkeit, ein Patenamt bei der Taufe eines Kindes zu übernehmen.
  • Das kirchliche Wahlrecht. Wer konfirmiert ist, darf die Gemeindeleitung (das Presbyterium) mitwählen. Wer konfirmiert und mindestens 18 Jahre alt (also geschäftsfähig) ist, darf zum Presbyter gewählt werden.
  • Viele Arbeitsplätze innerhalb der Kirche werden nur durch Menschen besetzt, die konfirmiert sind. Auch bei den anderen Arbeitsplätzen in Kirche und Diakonie haben Menschen oft bessere Chancen, die durch die Konfirmationsurkunde nachweisen können, dass sie sich mit dem christlichen Glauben auseinandergesetzt haben. (Übrigens sind die beiden großen Kirchen zusammen mit ihren Sozialwerken Diakonie und Caritas immer noch die zweitgrößten Arbeitgeber in Deutschland!)

 

Konfirmation – wie?

Der festliche Konfirmationsgottesdienst hat zwei besondere Schwerpunkte: das Bekenntnis der Konfirmandinnen und Konfirmanden mit der Segnung, und die Feier des Heiligen Abendmahls.

 

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden werden noch einmal an ihre Taufe erinnert, die ihre Eltern und Paten Jahre vorher veranlasst und verantwortet haben. Jetzt werden sie selber gefragt, ob sie der Zusage Jesu vertrauen wollen, dass er bei uns ist „alle Tage bis an der Welt Ende“. Sie können jetzt selbständig ihren Glauben an Gott, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist bekennen. Zur Stärkung für den Weg des Glaubens, den sie ab jetzt selber verantworten, bekommen sie einen Bibelvers als ihren persönlichen Leitvers zugesprochen. Danach folgt eine feierliche Segenshandlung vor dem Abendmahlstisch, an deren Ende der Handschlag der Presbyter steht, der sie in die Rechte eines erwachsenen Gemeindegliedes einsetzt.

 

Danach nehmen die Konfirmierten an der Feier des Heiligen Abendmahls teil, zu dem sie jetzt ohne Einschränkung eingeladen sind. Im Abendmahl wird die Gemeinschaft Gottes mit uns und die Gemeinschaft der Christen untereinander besonders deutlich. Hier erfahren Christen immer wieder Stärkung auf ihrem Weg des Glaubens als Einzelne und in der Gemeinschaft der Kirche.

 

Goldkonfirmation?

Die „Goldkonfirmation“ ist keine Premium-Version für besonders interessierte und fleißige Konfirmanden, sondern die Jubiläumsfeier 50 Jahre nach der Konfirmation…

 

Link

Weitere Informationen auf der Internetseite unserer Landeskirche: ekir.de.

 

Heike Klute

 
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